Ein Blogeintrag für Hans Peter Roentgen

Der Blogeintrag von heute wartet schon ein bisschen länger. Ende letzten Jahres habe ich mir die drei Schreib-Ratgeber von Hans Peter Roentgen bestellt. Eigentlich bin ich nicht so für Schreibratgeber, weil sie alle immer sehr auf Regeln fixiert sind, dass ist bei diesen drei Büchern anders. Auch wenn es viele Tipps und Infos gibt, wird trotzdem immer wieder darauf hingewiesen, dass es nicht DAS Erfolgsrezept gibt, man sich nur so gut wie möglich vorbereiten kann.

4 Seiten für ein Hallelujah Vier Seiten für ein Hallelujah
von Hans Peter Roentgen
12,90 Euro (TB), 8,99 Euro (kindle-Edition)
148 Seiten  – erschienen im Sieben Verlag

In diesem Buch werden viele Beispiel-Textanfänge gezeigt und dann was man an ihnen besser machen könnte oder was schon gut ist. Dazu gibt es immer ein paar Übungen, die man machen kann und einen etwas mehr Einblick in seinen eigenen Text gewähren. Es wird darauf hingewiesen wie viel man schon mit den ersten vier Seiten falsch machen kann, aber auch sehr viele Tipps gegeben, wie man das ebenfalls umgehen kann.

3 Seiten für ein ExposeDrei Seiten für ein Exposé
von Hans Peter Roentgen
12,90 Euro (TB), 8,99 Euro (kindle-Edition)
202 Seiten – erschienen im Sieben-Verlag

Der beste Ratgeber zu Exposés, den ich bis jetzt gelesen habe. Ich habe schon so viele Artikel über Exposés und wie man welche schreibt gelesen, dass ich kaum geglaubt habe, dass mir dieses Buch neue Erkenntnisse bringen würde. Hat es aber. Auch hier werden wieder sehr viele Beispieltexte gezeigt, die dann überprüft werden. Was läuft falsch? Was läuft richtig? Wie kann ich es besser machen? Außerdem wird auch immer wieder darauf hingewiesen, dass es immer auf den Lektor ankommt und es verschiedene Arten gibt Exposés zu präsentieren. Viele beschweren sich, dass Roentgen hier kein wunderbares Muster-Exposé zeigt, dem schließe ich mich nicht an. Die Leute, die sowas sagen, haben meiner Meinung nach den Sinn des Buches nicht verstanden. Es gibt nun mal nicht DAS Exposé mit dem man immer Erfolg hat. Am Ende gibt es noch ein paar informative Interviews mit Agenten. Ich würde dieses Buch auch den Leuten empfehlen, die schon sehr viel über Exposés gelesen haben, einfach weil es doch nochmal eine schöne andere Sicht aufzeigt.

Schreiben ist nichts für FeiglingeSchreiben ist nichts für Feiglinge
von Hans Peter Roentgen
14,90 Euro (broschiert), 8,99 Euro (kindle-Edition)
209 Seiten – erschienen im Sieben-Verlag

Ich empfehle dieses Buch lediglich als Nachschlagewerk. Es ist durchaus interessant, aber wenn man es am Stück liest (so wie ich es getan habe), wiederholt sich einfach sehr viel.
Das Buch ist grob in vier Teile zu unterteilen: Wie finde ich einen Verlag? Was macht so ein Verkag überhaupt? Und wie funktioniert eigentlich der Buchmarkt? und dann noch Was sagen Agenten/Lektoren dazu?
Jeder Abschnitt für sich ist sehr interessant, aber ich würde dieses Buch auch eher Leuten empfehlen, die sich erstmal eine Übersicht machen wollen, viel Neues habe ich durch dieses Buch nicht erfahren, weil ich einfach schon sehr viel über diese Themen gelesen habe. Aber als Nachschlagewerk im Regal wird es trotzdem hin und wieder mal rausgezogen.

Also alles in allem kann ich alle drei Bücher an interessierte Schriftsteller empfehlen. Gerade wenn man irgendwann vorhat zu veröffentlichen, sind die Übungen aus „Drei Seiten für ein Exposé“ und „Vier Seiten für ein Hallelujah“ wirklich praktisch, um sich selbst auch mal zu analysieren und zu sehen ob man welche von den gröberen Fehlern macht. Wer also wirklich vor hat an sich zu arbeiten, sollte sich die Bücher zumindest mal ansehen. Man kann die Bücher sehr gut lesen und man hat nicht das Gefühl einen Schreibratgeber zu lesen, weil dieses ständige „Du musst das jetzt aber so machen.“ fehlt und man mehr auf Empfehlung hin etwas ausprobieren soll.

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Eine Antwort

  1. […] die man zunächst nicht denkt. Außerdem empfehle ich gerne die Ratgeber von Hans Peter Roentgen. Hier habe ich schon mal etwas ausführlich drüber geschrieben. Sehr gefallen hat mir der […]

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