Kategorie-Archive: Fragen übers Schreiben

[Montagsfrage] Gemeinsamkeiten meiner Geschichten

Montagsfrage für Autoren

Die „Montagsfrage für Autoren“ von Schreibwahnsinn – Nach einem Konzept von Paperthin

Zieht sich ein gemeinsames Merkmal durch deine Texte? Wenn ja, welches?
Ich bin mir ziemlich sicher, dass es mehrere Merkmale gibt, die sich durch meine Geschichten ziehen. Zum einen habe ich meistens einen Charakter, der mit irgendwas nicht klar kommt, sei es sich selbst, seiner Vergangenheit oder der Zukunft. Außerdem finden meine Charaktere eigentlich immer heraus (bis auf ein paar Ausnahmen), dass sie sehr stark sind und was genau es ist, das sie stark macht.
Und wie Vela so schön gesagt hat, habe ich auch fast immer „Eine Emo-Tussi und viele Leichen!“. Stimmt sogar fast. Es gibt eigentlich immer einen durchgedrehten Charakter, der irgendwie seltsame Dinge von sich gibt oder vollkommen verrückt ist oder sehr, sehr emotional und es sterben Leute. Die Projekte, in denen niemand stirbt, sind bei mir verschwindend gering 😀

[30 Fragen] Charakterentwicklung

9. Wie kommst du an die Ideen für deine Figuren? Beschreibe den Erschaffungsprozess!

Ich glaub, ich bin da relativ unspektakulär. Meistens habe ich meine Charaktere schon als ganzes im Kopf. Eventuell sagen sie mir nicht gleich alles von Anfang an, aber sie sind für mich wie richtige Menschen, die ich dann auch nach und nach kennenlerne. Klassische Charbögen in dem Sinne, mache ich auch nicht. Eher schreibe ich kleine Bulletins, wenn überhaupt. Dadurch, dass sie einfach für mich wie richtige Menschen sind, habe ich sie im Kopf. Bei Nebenfiguren habe ich teilweise ausführlichere Charbögen als bei meinen Hauptfiguren 🙂
Ansonsten läuft es meistens so ab, dass mich entweder das Verhalten von einem Menschen inspiriert oder ich einfach „plötzlich“ eine Idee, einen Charakter, im Kopf habe und dann seine/ihre Geschichte suche und aufbaue. Für mich ist es wichtig, dass ich den Charakter interessant finde, egal ob gut oder böse.

[Montagsfrage] Täglich schreiben? & Wie viele Überarbeitungsgänge?

Montagsfrage für Autoren

Die „Montagsfrage für Autoren“ von Schreibwahnsinn – Nach einem Konzept von Paperthin

Montagsfrage 22.09.2014
Schreibst du täglich?
Die meiste Zeit schon. Ich habe ein tägliches Minimum von zumindest 250 Wörtern. Im September habe ich etwas schleifen lassen, weil ich im Urlaub war. Dafür habe ich dann aber trotzdem jeden Tag an meinen Projekten gearbeitet. Ich finde täglich schreiben gut, noch besser finde ich tägliches Arbeiten an seinen Projekten.

Montagsfrage 29.09.2014
Wie viele Überarbeitungsdurchgänge brauchst du, bis ein Text fertig ist?
Ich habe 5-6 Durchgänge.

1. Lesedurchgang
Ich lese das Manuskript als Leser und behalte schon einmal im Hinterkopf, ob die Spannung für mich stimmt, ob etwas aufstößt etc. aber alles auf einer reinen Leseebene.

2. Lesen mit Notizen
Danach lese ich noch einmal, aber nun markiere ich Textstellen, mache mir Kommentare und schaue wo ich etwas ändern muss oder wo ich etwas versprochen habe, was ich nie wieder aufgreife.

3. Notizen einarbeiten und Szenen umschreiben/streichen
Die Kommentare und Notizen, die ich mir in Schritt 2 gemacht habe, arbeite ich, in einem dritten Schritt in die Geschichte ein und beginne mit dem Kürzen, Umschreiben und sonstigen Änderungen.

4. Betaleser-Kommentare ggf. einbauen
Meine Betaleser bekommen nach Schritt 3 meine derzeitige Fassung. Wenn ich ihre Kommentare wieder habe, gehe ich sie durch und schaue nach und nach, was ich wirklich ändern will, was nicht und so weiter.

5. Line-Edit
Ganz zum Schluss, nachdem ich auch alle Betameinungen bekommen habe, mache ich den Feinschliff. Hier kommen die unglücklichen Satzbauten raus, Wortdopplungen werden rausgeworfen und jeder Satz wird darauf überprüft, ob er sitzt.

Manchmal muss noch an irgendeinem Punkt ein extra Durchgang gemacht werden, deswegen 5-6.

[30 Fragen] Genres?

8. Welches Genre schreibst du am liebsten? Welches liest du?

Es schwankt zwischen realistischen Jugendbüchern und Fantasy, wobei ich momentan auch ein bisschen andere Genres ausprobiere und Thriller könnte ganz schnell mit ganz oben spielen. Ich hatte immer ein bisschen Angst im Thriller-Bereich zu schreiben, aber mittlerweile habe ich diese Angst abgelegt und und probiere es aus. Auch im Lesen. Eigentlich lese ich hauptsächlich YA-Romane und Fantasy, aber auch hier wandelt es sich momentan ein bisschen in den Thriller-Bereich.

[30 Fragen] Musik?

7. Hörst du Musik beim Schreiben? Was für welche? Hast du Lieder, die genau zu deinen Figuren passen?

Ja, ich höre immer Musik beim Schreiben. Alles was ich mag. Es ist immer eine ziemlich bunte Mischung zwischen Rock, Pop, Rap und noch vielem mehr. Mittlerweile habe ich auch kein Problem mehr damit deutsche Musik beim Schreiben zu hören. Die Musik muss auch nicht zwingend zu dem passen, was ich gerade schreibe, wobei ich durchaus bestimmte Stimmungen. mit bestimmten Liedern in mir wachrufen kann.

Direkt für meine Figuren habe ich bestimmt hin und wieder mal Lieder, die genau passen, aber meistens merke ich sie mir nicht, weil sie eh schon auf meiner Playlist sind. Das Einzige, was mir gerade einfällt, wäre das für Lucy, welches ich auch nur durch Zufall gefunden hat und einfach komplett (auch mit Video) gepasst hat. Und zwar dieses:

[Montagsfrage] Betaleser?

Montagsfrage für Autoren

Die „Montagsfrage für Autoren“ von Schreibwahnsinn – Nach einem Konzept von Paperthin

Arbeitest du mit Betalesern/Testlesern zusammen?
Ja, tue ich. Ich habe ein paar Menschen, deren Meinung mir wichtig ist und wenn ich weiß, dass sie Zeit haben frage ich diese auch. Ansonsten gibt es noch Leute, wie Vela, wo ich weiß, dass ich ihr zur Not auch vollkommen kurzfristig etwas schicken könnte und sie haut mir eine fundierte Meinung dazu raus. Wofür ich sehr dankbar bin.
Ich halte mich auch nicht an die Regel, dass man lieber Fremde als seine Freunde nehmen soll. Mein Manuskript gebe ich im Prinzip nur an Freunde raus, allen voran meistens meinem Freund, und bis jetzt habe ich noch nie eine Bauchpinsel-Antwort von ihnen bekommen, sondern Lob und Kritik gleichermaßen. Ich denke, wenn sie wirklich meine Freunde sind, wollen sie ja auch, dass ich besser werde und mein Projekt so gut wie möglich ist, bevor ich irgendwas damit mache.
Außerdem habe Betaleser manchmal einfach noch einen besseren Blick drauf. Gerade bei „Nur 1 Jahr“ hatte ich es jetzt, dass ich noch ein kurzes Kapitel eingefügt habe, weil mein Freund meinte, dass ihm was Bestimmtes fehlt und es war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte, dieses Kapitel wirklich hinzuzufügen. Es passt einfach super rein und funktioniert mit dem Rest der Geschichte. Ich würde nicht auf Betaleser verzichten wollen.

[30 Fragen] Wo? Wann? Womit?

6. Wo schreibst du am liebsten? Zu welcher Tageszeit? Computer oder traditionelles Schreibzeug?

Die Frage nach dem Wo. Eigentlich ist es mir recht egal. Ich mag es am Schreibtisch zu schreiben und da schreibe ich auch am Häufigsten, aber ich schreibe auch gerne im Zug.
Ich habe keine Tageszeit, zu der ich effizienter bin, als zu anderen. Ich kann zu jeder Tageszeit schreiben, egal wie spät. Ich schreibe aber am liebsten Abends/Nachts oder ganz früh am Morgen.
Ansonsten ist aber das Wo und Wann vollkommen egal, weil ich mir antrainiert habe immer und überall schreiben zu können.
Wenn ich plotte, nutze ich gerne mein Notizbuch und schreibe mit der Hand, aber die meiste Schreibarbeit mache ich am Computer. Es geht einfach schneller. Meine Finger denken schneller als mein Gehirn und wenn ich mit Stift schreibe, bin ich mir selbst zu langsam. Deswegen lieber der Computer.

[Montagsfrage] Recherche

Montagsfrage für Autoren

Die "Montagsfrage für Autoren" von Schreibwahnsinn - Nach einem Konzept von Paperthin

Recherchierst du – im Vorfeld – für deine Projekte?
Kommt immer auf das Projekt an. Bei manchen recherchiere ich vorher gründlich, weil ich mich auf Terrain bewege, welches ich nicht kenne und bei anderen kenne ich mich in den Grundzügen aus und warte dann beim Schreib ab, was genau recherchiert werden muss.
Momentan versuche ich ein ganz neues Genre zu betreten, da recherchiere ich etwas allgemeiner und lese mir verschiedene Artikel oder Bücher durch.

Ich hab da keine grundsätzliche Regel, sondern entscheide es bei jedem Projekt neu.

[30 Fragen] Alt und jung

5. Dem Alter nach, wer ist deine jüngste Figur? Die Älteste? Wer ist “am jüngsten” und “am ältesten” im Bezug auf den Erschaffungszeitpunkt?

Meine jüngste Figur vom Alter her ist Alexa aus „Schlüsselkinder“. Mit 8/9 Jahren ist sie die Jüngste, die ich habe.
Hm, bei den Ältesten wird es schon schwieriger. Ich glaube da battlen sich Alina, Ape und Aryos (lustig, dass sie alle mit A anfangen). Alina und Aryos haben von mir damals nur die Angabe bekommen, dass sie über 600 Jahre alt sind und Ape ist 613. Lucy wäre nur mit im Ranking, wenn man den Tod an sich als ihr Alter nehmen würde und nicht die Zeit, die sie der Tod ist.

Meine ältesten Charaktere vom Entstehungszeitraum sind Hikari/Ajika und Juliette. Juliette kommt aus meiner ersten Kurzgeschichte und hieß früher Katja, als sie mir zum ersten Mal in den Kopf gekommen ist. Hikari/Ajika kommt aus Soul – Seele. Ich mag beide von ihnen und wie schon in dem anderen Beitrag über meine ersten Geschichten erwähnt, werde ich auch aus beiden Sachen irgendwann nochmal was machen.
Am jüngsten ist Mara, aus meinem Thrillerprojekt. Da ich sie erst vor ein paar Wochen in den Kopf bekommen habe und da erst entwickelt habe. Selbst der Kapitän für meine Amrûn-Geschichte schwirrt schon länger in meinem Kopf rum.

[Montagsfrage] Wie alt warst du als du angefangen hast?

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Die "Montagsfrage für Autoren" von Schreibwahnsinn - Nach einem Konzept von Paperthin

In welchem Alter hast du mit dem Schreiben begonnen?
Eigentlich habe ich schon immer irgendwelche Geschichten erzählt. Angefangen aufzuschreiben, habe ich sie zwischen 2004-2006. Als ich in die Mittelstufe kam, lernte ich Bes kennen und wir haben beide relativ viele Fanfiktions geschrieben. 2007 habe ich dann mein erstes, eigenes, langes Projekt angefangen.