Schlagwort-Archive: 30 Fragen

[30 Fragen] Charakterentwicklung

9. Wie kommst du an die Ideen für deine Figuren? Beschreibe den Erschaffungsprozess!

Ich glaub, ich bin da relativ unspektakulär. Meistens habe ich meine Charaktere schon als ganzes im Kopf. Eventuell sagen sie mir nicht gleich alles von Anfang an, aber sie sind für mich wie richtige Menschen, die ich dann auch nach und nach kennenlerne. Klassische Charbögen in dem Sinne, mache ich auch nicht. Eher schreibe ich kleine Bulletins, wenn überhaupt. Dadurch, dass sie einfach für mich wie richtige Menschen sind, habe ich sie im Kopf. Bei Nebenfiguren habe ich teilweise ausführlichere Charbögen als bei meinen Hauptfiguren 🙂
Ansonsten läuft es meistens so ab, dass mich entweder das Verhalten von einem Menschen inspiriert oder ich einfach „plötzlich“ eine Idee, einen Charakter, im Kopf habe und dann seine/ihre Geschichte suche und aufbaue. Für mich ist es wichtig, dass ich den Charakter interessant finde, egal ob gut oder böse.

Advertisements

[30 Fragen] Wo? Wann? Womit?

6. Wo schreibst du am liebsten? Zu welcher Tageszeit? Computer oder traditionelles Schreibzeug?

Die Frage nach dem Wo. Eigentlich ist es mir recht egal. Ich mag es am Schreibtisch zu schreiben und da schreibe ich auch am Häufigsten, aber ich schreibe auch gerne im Zug.
Ich habe keine Tageszeit, zu der ich effizienter bin, als zu anderen. Ich kann zu jeder Tageszeit schreiben, egal wie spät. Ich schreibe aber am liebsten Abends/Nachts oder ganz früh am Morgen.
Ansonsten ist aber das Wo und Wann vollkommen egal, weil ich mir antrainiert habe immer und überall schreiben zu können.
Wenn ich plotte, nutze ich gerne mein Notizbuch und schreibe mit der Hand, aber die meiste Schreibarbeit mache ich am Computer. Es geht einfach schneller. Meine Finger denken schneller als mein Gehirn und wenn ich mit Stift schreibe, bin ich mir selbst zu langsam. Deswegen lieber der Computer.

[30 Fragen] Alt und jung

5. Dem Alter nach, wer ist deine jüngste Figur? Die Älteste? Wer ist “am jüngsten” und “am ältesten” im Bezug auf den Erschaffungszeitpunkt?

Meine jüngste Figur vom Alter her ist Alexa aus „Schlüsselkinder“. Mit 8/9 Jahren ist sie die Jüngste, die ich habe.
Hm, bei den Ältesten wird es schon schwieriger. Ich glaube da battlen sich Alina, Ape und Aryos (lustig, dass sie alle mit A anfangen). Alina und Aryos haben von mir damals nur die Angabe bekommen, dass sie über 600 Jahre alt sind und Ape ist 613. Lucy wäre nur mit im Ranking, wenn man den Tod an sich als ihr Alter nehmen würde und nicht die Zeit, die sie der Tod ist.

Meine ältesten Charaktere vom Entstehungszeitraum sind Hikari/Ajika und Juliette. Juliette kommt aus meiner ersten Kurzgeschichte und hieß früher Katja, als sie mir zum ersten Mal in den Kopf gekommen ist. Hikari/Ajika kommt aus Soul – Seele. Ich mag beide von ihnen und wie schon in dem anderen Beitrag über meine ersten Geschichten erwähnt, werde ich auch aus beiden Sachen irgendwann nochmal was machen.
Am jüngsten ist Mara, aus meinem Thrillerprojekt. Da ich sie erst vor ein paar Wochen in den Kopf bekommen habe und da erst entwickelt habe. Selbst der Kapitän für meine Amrûn-Geschichte schwirrt schon länger in meinem Kopf rum.

[30 Fragen] Deine erste(n) Geschichte/Figuren

4. Erzähl uns von einer deiner ersten Geschichten/Figuren!

Wenn ich als erste Geschichte, die erste nehme, die ich noch habe, ist es eine Kurzgeschichte. Ein Mädchen kommt in eine Sekte und ihr wird ihre Identität genommen, ein Junge versucht ihr diese wiederzugeben und sie fliehen gemeinsam. Am Ende bekommt sie ihre Identität zurück und alle sind glücklich. Irgendwann wollte ich daraus nochmal was Großes machen, wie bei so gut wie allen alten Sachen, die ich noch habe. Die Geschichte habe ich sogar damals abgeschlossen.
Wenn man aber von meiner ersten großen Geschichte ausgeht, die keine Fanfiktion war, wäre es „Soul – Seele“. Die Geschichte habe ich mir vor kurzem nochmal vorgenommen und durchgeschaut. Wer hätte es gedacht, auch daraus würde ich gerne etwas Besseres machen. In der Geschichte geht es um eine Killerin, die zu einer Agency gehört, aber dort gehörig verarscht wurde. Es ist eine Art Urban Fantasy, weil es auch übernatürliche Kräfte etc. gab und weiterhin geben wird. „Soul – Seele“ habe ich nicht zu Ende geschrieben, aber ich hab die Grundlagen ziemlich gut zusammengefasst und mir sogar aufgeschrieben was noch alles passieren soll. Was bei mir selbst heute nicht selbstverständlich ist 😀

Bei meinen Figuren wird es schon ein bisschen schwerer. Ich glaube meine erste eigene Figur war Alina, aber ich bin mir nicht 100% sicher. Ich glaube in meinen FFs hatte ich so gut wie nie eigene Figuren, weswegen das mit Alina hinkommen könnte. Die Idee zu Alinas Geschichte hatte ich schon vor „Soul-Seele“, habe nur nie wirklich dran geschrieben, bis ich irgendwann einfach angefangen habe. Alina ist bis heute auch noch immer einer meiner Lieblingscharaktere. Sie ist sehr vielseitig. Man könnte sie auch klischeehaft als „harte Nuss mit weichen Kern“ beschreiben. Sie übersteht sehr viel, ohne jemals sich selbst zu verlieren und obwohl sie oft die Möglichkeit hat aufzugeben, beißt sie die Zähne zusammen und kämpft sich weiter durch. Ihr ist es zu verdanken, dass ich schon jetzt ein alternatives Ende für ihre Geschichte habe.

[30 Fragen] Wie kommst du auf deine Namen?

3. Wie kommst du auf Namen für Figuren (und für Orte, wenn du über fiktive Orte schreibst)?

Meine Charaktere haben meistens ihren Namen schon in dem Moment, wo sie mir einfallen. Irgendwo habe ich ja schon mal erklärt, dass ich sie oft nicht wirklich entwickele, sondern als gesamten Menschen vor meinem inneren Auge habe und manchmal nur ein bisschen graben muss. Oft haben sie dann schon ihren Namen. Außer Zoy aus „Slicer“ haben mir bis jetzt auch immer alle Charaktere ihre Namen relativ schnell verraten. Zoy hat immer noch keinen richtigen Namen.
Wenn es dann aber an Nachnamen geht, wird es bei mir schon aufregender. Ich denke kaum mit Nachnamen und oft plane ich sie auch gar nicht mit ein, da kann es schnell passieren, dass mal zwei Leute den gleichen Nachnamen bekommen und ich ihn in der Bearbeitung bei einem ändern muss. Also die meisten Nachnamen assoziiere ich relativ frei und spontan. Meistens mit Sachen, die um mich herum liegen oder Wörtern, die mir im Kopf rumschwirren.
Bei Nachnamen und Orten nutze ich oft irgendwelche Silben-Gebilde. Also schaue mich um und nehme dann die erste Silbe von einem Gegenstand neben mir, die nächste Silbe von einem anderen Gegenstand und so weiter. Da ich bis jetzt hauptsächlich Fantasy geschrieben habe, hat es immer ganz gut geklappt. Ich denke wenn ich jetzt realistischer werde und keine existierenden Städte nehme, werde ich etwas recherchieren und gucken was Namen in der Umgebung sind, was dann dazu passen würde. Eventuell sogar mal gucken ob es gerade für die Gegend Bestimmungen gibt, wie man Städte benennt.

30 Fragen – Nummer 1: Lieblingsprojekt

Ab heute bekommt ihr jeden Mittwoch eine von den 30 Fragen beantwortet. Die Übersicht könnt ihr hier sehen.

1. Erzähl uns von deinem Lieblingsschreibprojekt/der Lieblingswelt, mit der du gearbeitet hast, und warum?

Ich musste ein bisschen drüber nachdenken, denn eigentlich mag ich alle meine Welten und Projekte, aber ich habe mich jetzt für eins entschieden, was mir einfach die ganze Zeit Spaß bereitet und oft tagelang in meinem Kopf ist (teilweise merke ich nicht einmal, dass ich schon wieder lange drüber nachgedacht habe). Obwohl mich die Schlüsselwelt in „Schlüsselkinder“ sehr fasziniert oder auch meine dystopische Welt in „BrainTech“, da vor allem auch durch die Charaktere, hat eine ganz anderes Projekt gewonnen.
Und zwar: „Slicer“
Ich brauche unbedingt einen besseren Arbeitstitel dafür. „Slicer“ war zu Beginn eine Idee von meinem Freund, die ich dann ausgearbeitet habe, mittlerweile plane ich eine ganze Reihe dazu, mit Prequel und allem drum und dran. Zunächst habe ich die Welt gar nicht als so toll angesehen, aber nach und nach habe ich mich immer mehr in die Welt, die ich da erschaffen habe, verliebt. Die Charaktere haben mich mitgezogen und ich freue mich vor allem darauf im November die Vorgeschichte zu schreiben. Die Welt und die Figuren, die ich in diesem Projekt aufgebaut habe, finde ich einfach unglaublich interessant und ich selbst finde immer wieder neue Sachen über sie heraus.
Ich mag momentan nicht allzu viel dazu erzählen, deswegen bleibe ich dabei, dass ich mich darauf freue die nächsten Teile zu schreiben und dass es mittlerweile eins meiner absoluten Lieblingsprojekte ist.