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[30 Fragen] Charakterentwicklung

9. Wie kommst du an die Ideen für deine Figuren? Beschreibe den Erschaffungsprozess!

Ich glaub, ich bin da relativ unspektakulär. Meistens habe ich meine Charaktere schon als ganzes im Kopf. Eventuell sagen sie mir nicht gleich alles von Anfang an, aber sie sind für mich wie richtige Menschen, die ich dann auch nach und nach kennenlerne. Klassische Charbögen in dem Sinne, mache ich auch nicht. Eher schreibe ich kleine Bulletins, wenn überhaupt. Dadurch, dass sie einfach für mich wie richtige Menschen sind, habe ich sie im Kopf. Bei Nebenfiguren habe ich teilweise ausführlichere Charbögen als bei meinen Hauptfiguren 🙂
Ansonsten läuft es meistens so ab, dass mich entweder das Verhalten von einem Menschen inspiriert oder ich einfach „plötzlich“ eine Idee, einen Charakter, im Kopf habe und dann seine/ihre Geschichte suche und aufbaue. Für mich ist es wichtig, dass ich den Charakter interessant finde, egal ob gut oder böse.

[Montagsfrage] Was ist typisch für deine Charaktere?

Montagsfrage für Autoren

Die „Montagsfrage für Autoren“ von Schreibwahnsinn – Nach einem Konzept von Paperthin
Was ist typisch für deine Charaktere?
Sie haben alle irgendeine Macke. Meistens ist es ein seltsamer Humor oder eine seltsame Obsession mit irgendwas. Oft haben meine Charaktere auch irgendwelche tiefgreifenden Probleme, die sie zu lösen versuchen. Ob es dabei nun darum geht, etwas Vergangenes zu verdauen oder mit ihrer Angst klar zu kommen, ist unterschiedlich.
Gerade bei meinen Helden ist es oft so, dass sie von Anfang an stark genug für alles sind, aber durch sich selbst blockiert werden. Außerdem hat so gut wie jeder Charakter irgendwas von mir. Mir fällt auf Anhieb kein Charakter ein, der nicht irgendeine meiner Macken oder Ausdrucksweisen oder meinen Humor hat.

Edit: Und ich glaube es gibt nur 2-3 Charaktere, die mich bei einem Zusammentreffen nicht lynchen oder mir sonst wie weh tun wollen würden.

[30 Fragen] Wie kommst du auf deine Namen?

3. Wie kommst du auf Namen für Figuren (und für Orte, wenn du über fiktive Orte schreibst)?

Meine Charaktere haben meistens ihren Namen schon in dem Moment, wo sie mir einfallen. Irgendwo habe ich ja schon mal erklärt, dass ich sie oft nicht wirklich entwickele, sondern als gesamten Menschen vor meinem inneren Auge habe und manchmal nur ein bisschen graben muss. Oft haben sie dann schon ihren Namen. Außer Zoy aus „Slicer“ haben mir bis jetzt auch immer alle Charaktere ihre Namen relativ schnell verraten. Zoy hat immer noch keinen richtigen Namen.
Wenn es dann aber an Nachnamen geht, wird es bei mir schon aufregender. Ich denke kaum mit Nachnamen und oft plane ich sie auch gar nicht mit ein, da kann es schnell passieren, dass mal zwei Leute den gleichen Nachnamen bekommen und ich ihn in der Bearbeitung bei einem ändern muss. Also die meisten Nachnamen assoziiere ich relativ frei und spontan. Meistens mit Sachen, die um mich herum liegen oder Wörtern, die mir im Kopf rumschwirren.
Bei Nachnamen und Orten nutze ich oft irgendwelche Silben-Gebilde. Also schaue mich um und nehme dann die erste Silbe von einem Gegenstand neben mir, die nächste Silbe von einem anderen Gegenstand und so weiter. Da ich bis jetzt hauptsächlich Fantasy geschrieben habe, hat es immer ganz gut geklappt. Ich denke wenn ich jetzt realistischer werde und keine existierenden Städte nehme, werde ich etwas recherchieren und gucken was Namen in der Umgebung sind, was dann dazu passen würde. Eventuell sogar mal gucken ob es gerade für die Gegend Bestimmungen gibt, wie man Städte benennt.

[Montagsfrage] Plot oder Charaktere?

Montagsfrage für Autoren

Die "Montagsfrage für Autoren" von Schreibwahnsinn - Nach einem Konzept von Paperthin

Sind deine Projekte plot- oder character-driven?
Ich würde sagen bei den meisten Projekten habe ich eine gute Mischung, wobei ich mehr zu character-driven tendiere. Oft plane ich eher plot-driven, aber sobald ich schreibe übernehmen die Charaktere, was ich aber gar nicht mal schlimm finde. Meistens wirkt es dadurch sogar besser.

Generell bin ich aber auch der Meinung, dass eine gute Geschichte beides vereint und man sich nicht zu sehr auf eins fixiert. Klar können auch character-driven Stories gut sein oder auch plot-driven, aber mir persönlich gefallen die, die wirklich beides vereinen am besten.

[Montagsfrage] Welchen Charakter hättest du gern geschrieben?

Montagsfrage für Autoren

Die „Montagsfrage für Autoren“ von Schreibwahnsinn – Nach einem Konzept von Paperthin

Welchen Charakter – eines anderen Autors – hättest du gerne geschrieben/in deinen Geschichten?

Mir gefallen recht viele Charaktere, aber ich muss sagen, dass es eine handvoll aus einer Buchreihe gibt, die mir besonders gefallen und wo ich mich wunderbar fühlen würde, wenn sie aus meiner Feder entstammt wären. Und zwar: Breeze, Kelsier, Spook, TenSoon und Sazed aus Brandon Sandersons Mistborn. Diese fünf Charaktere sind welche von meinen absoluten Lieblingscharakteren. Sie haben mein Maß von guten Charakteren noch einmal ein ordentliches Stück nach oben gelegt. Die Charaktere kommen mir wie richtige Personen rüber, die Ereignisse um sie herum lassen sie nicht kalt, sie entwickeln sich weiter, sie sind einfach unglaublich echt. Außerdem habe ich eine Affinität zu leicht verrückten Charakteren. Auch Shay aus Uglies von Scott Westerfeld finde ich sehr gelungen. Oder John Cleaver von Dan Wells.

Meine Lieblingscharaktere

Montagsfrage für Autoren

Die "Montagsfrage für Autoren" von Schreibwahnsinn - Nach einem Konzept von Paperthin

Wer ist dein absoluter Lieblingscharakter aus deinen Schreibprojekten?
Die Frage habe ich hier schon einmal beantwortet, aber ich mache nochmal meine Top 5 für diesen Beitrag.

Platz 5 – Ephragél + Kuro
Ephragél war mein erster wirklicher Bösewicht und ich mag ihn einfach unglaublich gern.
Kuro ist sehr vielschichtig und ich freue mich schon sie zu überarbeiten, wenn ich mein Großprojekt in Angriff nehme.

Platz 4 – Cres + Alexa
Cres ist mein kleiner, depressiver Emo mit Humor. Ich mag ihn einfach total gerne, weil er so schön morbide ist und ich mal ein bisschen was von meinem dunklen Humor rauslassen kann, wenn ich ihn schreibe.
Alexa ist mein bisher jüngster Charakter mit 7 und trotzdem ist sie mir sehr ans Herz gewachsen, weil sie einfach so unschuldig ist.

Platz 3 – Lomniu + Alina
Lomniu und Alina kommen aus dem selben Projekt (ebenso wie Kuro). Sie waren 2 meiner allerersten Charaktere in einem großen Projekt. Mein erstes Paar. Ich mag die beiden: Alina ist eine harte Nuss mit einem weichen Kern und viel zu engstirnig, aber irgendwie genau richtig. Lomniu ihr Gegenpol und so so traurig, weil ich ihn immer wieder verletzte und schlechte Entscheidungen treffen lasse und trotzdem kämpft er sich dadurch.

Platz 2 – Raphael + Lex
Raphael, oh Raphael. Allzu lange kenne ich Raphael noch gar nicht, aber er hat sich ganz schnell einen Platz in meinem Herzen verdient. Vielleicht weil er aus meinem Discovery-Writing-Projekt kommt, aber ich mag ihn einfach so unglaublich gerne. Verblendet und engstirnig und doch immer der Wille das Richtige zu tun, egal was es kostet.
Lex, eigentlich Alexandra, aber niemand nennt sie so. Sie ist stark, aber hilft niemanden damit. Sie gerät auf den falschen Weg, aber kommt von ganz allein zurück. Außerdem ist Lex einfach witzig.

Platz 1 – Sam + Kat
Sam und Kat, mein erstes „normales“ Paar (normal = 2 Menschen^^). Sam ist so unglaublich lustig und sarkastisch und tut mir so leid, weil er nie etwas echtes sagen kann, weil ihn keiner ernst nimmt, bis Kat kommt. Kat hat für so ziemlich jeden Spruch von Sam ein Comeback und bringt eine andere Seite von Sam zum Vorschein. Trotzallem was ich Sam antue und wie sehr er sich verändert, sie steht ihm bei und versucht alles, damit er wieder lächeln kann.

Nicht verraten, aber im Prinzip sind es meine Top10. Es war einfach zu schwer sich wirklich zu entscheiden, aber ich hab die genommen, die mir sofort in den Kopf gekommen sind und ich hätte die Liste noch weiter führen können, aber dies sind momentan meine Top10 🙂

Plot oder Charakter?

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Charaktere oder Plot? Was ist dir in deinen Geschichten wichtiger?

Kommt auf die Story an, aber eigentlich versuche ich immer beide Teile gut auszuarbeiten. Ich versuche immer eine gute Mischung zu haben, damit man nicht denkt, dass die Charaktere nur da sind um den Plot auszuschmücken oder der Plot nur da ist, damit ich meine Charaktere vorzeigen kann.
Mir ist selbst aufgefallen, dass ich solche Geschichten auch am liebsten selbst lese, wo man den Plot von den Charakteren nicht einfach trennen kann und umgekehrt genauso. Es muss zusammen passen und wenn man diese Mischung erreicht, finde ich die Stories meistens am besten.