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[Montagsfrage] Gemeinsamkeiten meiner Geschichten

Montagsfrage für Autoren

Die „Montagsfrage für Autoren“ von Schreibwahnsinn – Nach einem Konzept von Paperthin

Zieht sich ein gemeinsames Merkmal durch deine Texte? Wenn ja, welches?
Ich bin mir ziemlich sicher, dass es mehrere Merkmale gibt, die sich durch meine Geschichten ziehen. Zum einen habe ich meistens einen Charakter, der mit irgendwas nicht klar kommt, sei es sich selbst, seiner Vergangenheit oder der Zukunft. Außerdem finden meine Charaktere eigentlich immer heraus (bis auf ein paar Ausnahmen), dass sie sehr stark sind und was genau es ist, das sie stark macht.
Und wie Vela so schön gesagt hat, habe ich auch fast immer „Eine Emo-Tussi und viele Leichen!“. Stimmt sogar fast. Es gibt eigentlich immer einen durchgedrehten Charakter, der irgendwie seltsame Dinge von sich gibt oder vollkommen verrückt ist oder sehr, sehr emotional und es sterben Leute. Die Projekte, in denen niemand stirbt, sind bei mir verschwindend gering 😀

[Montagsfrage] Täglich schreiben? & Wie viele Überarbeitungsgänge?

Montagsfrage für Autoren

Die „Montagsfrage für Autoren“ von Schreibwahnsinn – Nach einem Konzept von Paperthin

Montagsfrage 22.09.2014
Schreibst du täglich?
Die meiste Zeit schon. Ich habe ein tägliches Minimum von zumindest 250 Wörtern. Im September habe ich etwas schleifen lassen, weil ich im Urlaub war. Dafür habe ich dann aber trotzdem jeden Tag an meinen Projekten gearbeitet. Ich finde täglich schreiben gut, noch besser finde ich tägliches Arbeiten an seinen Projekten.

Montagsfrage 29.09.2014
Wie viele Überarbeitungsdurchgänge brauchst du, bis ein Text fertig ist?
Ich habe 5-6 Durchgänge.

1. Lesedurchgang
Ich lese das Manuskript als Leser und behalte schon einmal im Hinterkopf, ob die Spannung für mich stimmt, ob etwas aufstößt etc. aber alles auf einer reinen Leseebene.

2. Lesen mit Notizen
Danach lese ich noch einmal, aber nun markiere ich Textstellen, mache mir Kommentare und schaue wo ich etwas ändern muss oder wo ich etwas versprochen habe, was ich nie wieder aufgreife.

3. Notizen einarbeiten und Szenen umschreiben/streichen
Die Kommentare und Notizen, die ich mir in Schritt 2 gemacht habe, arbeite ich, in einem dritten Schritt in die Geschichte ein und beginne mit dem Kürzen, Umschreiben und sonstigen Änderungen.

4. Betaleser-Kommentare ggf. einbauen
Meine Betaleser bekommen nach Schritt 3 meine derzeitige Fassung. Wenn ich ihre Kommentare wieder habe, gehe ich sie durch und schaue nach und nach, was ich wirklich ändern will, was nicht und so weiter.

5. Line-Edit
Ganz zum Schluss, nachdem ich auch alle Betameinungen bekommen habe, mache ich den Feinschliff. Hier kommen die unglücklichen Satzbauten raus, Wortdopplungen werden rausgeworfen und jeder Satz wird darauf überprüft, ob er sitzt.

Manchmal muss noch an irgendeinem Punkt ein extra Durchgang gemacht werden, deswegen 5-6.

[Montagsfrage] Betaleser?

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Die „Montagsfrage für Autoren“ von Schreibwahnsinn – Nach einem Konzept von Paperthin

Arbeitest du mit Betalesern/Testlesern zusammen?
Ja, tue ich. Ich habe ein paar Menschen, deren Meinung mir wichtig ist und wenn ich weiß, dass sie Zeit haben frage ich diese auch. Ansonsten gibt es noch Leute, wie Vela, wo ich weiß, dass ich ihr zur Not auch vollkommen kurzfristig etwas schicken könnte und sie haut mir eine fundierte Meinung dazu raus. Wofür ich sehr dankbar bin.
Ich halte mich auch nicht an die Regel, dass man lieber Fremde als seine Freunde nehmen soll. Mein Manuskript gebe ich im Prinzip nur an Freunde raus, allen voran meistens meinem Freund, und bis jetzt habe ich noch nie eine Bauchpinsel-Antwort von ihnen bekommen, sondern Lob und Kritik gleichermaßen. Ich denke, wenn sie wirklich meine Freunde sind, wollen sie ja auch, dass ich besser werde und mein Projekt so gut wie möglich ist, bevor ich irgendwas damit mache.
Außerdem habe Betaleser manchmal einfach noch einen besseren Blick drauf. Gerade bei „Nur 1 Jahr“ hatte ich es jetzt, dass ich noch ein kurzes Kapitel eingefügt habe, weil mein Freund meinte, dass ihm was Bestimmtes fehlt und es war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte, dieses Kapitel wirklich hinzuzufügen. Es passt einfach super rein und funktioniert mit dem Rest der Geschichte. Ich würde nicht auf Betaleser verzichten wollen.

[Montagsfrage] Recherche

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Die "Montagsfrage für Autoren" von Schreibwahnsinn - Nach einem Konzept von Paperthin

Recherchierst du – im Vorfeld – für deine Projekte?
Kommt immer auf das Projekt an. Bei manchen recherchiere ich vorher gründlich, weil ich mich auf Terrain bewege, welches ich nicht kenne und bei anderen kenne ich mich in den Grundzügen aus und warte dann beim Schreib ab, was genau recherchiert werden muss.
Momentan versuche ich ein ganz neues Genre zu betreten, da recherchiere ich etwas allgemeiner und lese mir verschiedene Artikel oder Bücher durch.

Ich hab da keine grundsätzliche Regel, sondern entscheide es bei jedem Projekt neu.

[Montagsfrage] Was ist typisch für deine Charaktere?

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Die „Montagsfrage für Autoren“ von Schreibwahnsinn – Nach einem Konzept von Paperthin
Was ist typisch für deine Charaktere?
Sie haben alle irgendeine Macke. Meistens ist es ein seltsamer Humor oder eine seltsame Obsession mit irgendwas. Oft haben meine Charaktere auch irgendwelche tiefgreifenden Probleme, die sie zu lösen versuchen. Ob es dabei nun darum geht, etwas Vergangenes zu verdauen oder mit ihrer Angst klar zu kommen, ist unterschiedlich.
Gerade bei meinen Helden ist es oft so, dass sie von Anfang an stark genug für alles sind, aber durch sich selbst blockiert werden. Außerdem hat so gut wie jeder Charakter irgendwas von mir. Mir fällt auf Anhieb kein Charakter ein, der nicht irgendeine meiner Macken oder Ausdrucksweisen oder meinen Humor hat.

Edit: Und ich glaube es gibt nur 2-3 Charaktere, die mich bei einem Zusammentreffen nicht lynchen oder mir sonst wie weh tun wollen würden.

[Montagsfrage] Plot oder Charaktere?

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Sind deine Projekte plot- oder character-driven?
Ich würde sagen bei den meisten Projekten habe ich eine gute Mischung, wobei ich mehr zu character-driven tendiere. Oft plane ich eher plot-driven, aber sobald ich schreibe übernehmen die Charaktere, was ich aber gar nicht mal schlimm finde. Meistens wirkt es dadurch sogar besser.

Generell bin ich aber auch der Meinung, dass eine gute Geschichte beides vereint und man sich nicht zu sehr auf eins fixiert. Klar können auch character-driven Stories gut sein oder auch plot-driven, aber mir persönlich gefallen die, die wirklich beides vereinen am besten.

[Montagsfrage] Welchen Charakter hättest du gern geschrieben?

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Welchen Charakter – eines anderen Autors – hättest du gerne geschrieben/in deinen Geschichten?

Mir gefallen recht viele Charaktere, aber ich muss sagen, dass es eine handvoll aus einer Buchreihe gibt, die mir besonders gefallen und wo ich mich wunderbar fühlen würde, wenn sie aus meiner Feder entstammt wären. Und zwar: Breeze, Kelsier, Spook, TenSoon und Sazed aus Brandon Sandersons Mistborn. Diese fünf Charaktere sind welche von meinen absoluten Lieblingscharakteren. Sie haben mein Maß von guten Charakteren noch einmal ein ordentliches Stück nach oben gelegt. Die Charaktere kommen mir wie richtige Personen rüber, die Ereignisse um sie herum lassen sie nicht kalt, sie entwickeln sich weiter, sie sind einfach unglaublich echt. Außerdem habe ich eine Affinität zu leicht verrückten Charakteren. Auch Shay aus Uglies von Scott Westerfeld finde ich sehr gelungen. Oder John Cleaver von Dan Wells.

Woher kommen die Ideen?

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Wie findest du neue Ideen?
Aktiv suche ich meistens keine Ideen, sie fliegen mir quasi zu, wenn ich gerade einen Artikel lese, ein Zitat oder auch einfach mal nur Musik höre. Eine meiner neuesten Ideen stammt daher, weil ich ein Zitat gelesen habe und mir vorgestellt habe, wie es sein muss, wenn jemand wirklich so denkt und wie das Leben dann läuft. Eine andere kam aus einer einzigen Musikzeile, die mich so sehr inspiriert hat, dass ich es nicht ignorieren konnte. Generell reichen bei mir kleine Funken, die dann eine ganze Ideenkolonne entzünden. Oftmals träume ich auch von bestimmten Sachen und baue zumindest grundlegende Sachen davon zu Ideen aus.
Also Ideen kommen von überall bei mir, meistens eher unverhofft, als dass ich wirklich danach suche.

Camp NaNoWriMo Statusbericht #29 + Montagsfrage

30.07.2014 – 00:10

Wordcount: 130.097/130.000
Stimmung: 8/10
Lied des Tages: Radioactive – Imagine Dragons
Projekt:
Dance with me
Satz des Tages:

„Menschen tun nicht immer das Richtige, sondern oft nur das, was sie in ihrem Herzen als das Richtige ansehen.“

Heute war ein guter Tag. Ich habe ziemlich viel geschafft und dank Vela stehen die 150k nun doch noch als Ziel vor mir. Offiziell werde ich nicht wieder anheben, aber inoffiziell hat Vela meine Stimmen heute überzeugt, dass die 150k doch noch drin sind. Offiziell bin ich nun also schon Gewinner, aber inoffiziell und für mich selbst noch nicht. Am 31. ist dann nochmal ein Last-Minute-Writeathon mit Vela geplant. (Ja, gilt jetzt als geplant, weil du einmal gesagt hast, wir machen das ;))
Außerdem habe ich wieder eine Schreibtour mit Sally gemacht, die wir morgen zu Ende machen werden. Durch die Schreibtour habe ich nochmal ein paar mehr Wörter rausgekitzelt und freue mich, dass ich bei „Dance with me“ die 350 NS überschritten habe.

Montagsfrage für Autoren

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Wieviele Wörter schreibst du in einer Stunde?
Wenn ich wirklich durch schreibe, schaffe ich in einer Stunde weniger Wörter, als wenn ich 2×30, 3×20 oder 4×15 Minuten schreibe. Aber im Grundsatz so um die 2500-3000 Wörter. Wenn ich wirklich richtig drin bin und gerade eine super Szene kommt, dann schaffe ich auch mal über 3000 Wörter die Stunde, aber meistens liegt es mehr bei 2500-2800 rum.

Wie viele Ideen hast du noch?

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Wie viele Ideen schlummern in deinen Notizbüchern?

Oh, wenn ich die zählen würde, würde ich glaube ich eine mittelgroße Existenzkrise bekommen. Habe ich ja schon bekommen als ich die Tabelle mit meinen „Schon-mehr-als-nur-eine-Idee-Projekten“ angelegt habe. Auf der Liste stehen knapp 50 größere Projekte. Dazu kommen noch die Ideen in meinen Ideendokumenten wo geschätzt auch nochmal 100-150 drin stehen und dann noch die Notizbücher. Mein Kopf schwirrt jetzt schon :S
Auf jeden Fall werde ich noch ganz lange mit Ideen versorgt sein, weil auch immer wieder neue hinzukommen oder sich zu etwas Neuem entwickeln.